Hürdenlauf

Samstag, 12. Mai 2007

Hausverwaltung...

Was wir in unserem WG leben so gelernt haben?
-> Vertrau nie deinem Vormieter!
-> Wunder dich nicht, wenn du die Putzfrau nie zu Gesicht bekommst, es gibt sie ganz bestimmt! ;)
-> Ein Hausmeister ohne Werkzeugkoffer, Bohrmaschine und Leiter bleibt trotzdem ein Hausmeister - und bekommt auch noch Geld dafür!
-> Halte die Hausverwaltung niemals als kompetenter als du selbst...
-> und die Mieter um dich herum wissen nicht wie man Müll trennt! - Wobei wir auch Monate gebraucht haben, um das überhaupt mal zu verstehen *lol*...


Die Tage erhielten wir folgenden Brief:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

1. leider ist das Thema Müll und Müllsortierung derzeit hoch akut.
Es scheint einigen nicht möglich zu sein, die Abfälle ordnungsgemäß zu sortieren, Wir dürfen Sie daher bitten, zukünftig Ihre Abfälle zu sortieren und spezielle Abfälle, wie schmutzige Windeln, Küchenabfälle etc. in Zeitungspapier einzuschlagen oder in entsprechenden Tüten zu entsorgen.

Wir dürfen Sie bietten, nachfolgende Punkte unbedingt einzuhalten:
- Keine Plastikabfälle in den Papiermüll
- Kartone zerkleinert am Sammelort für Papiermüll stapeln
- Küchenabfälle etc. verpackt entsorgen

Wir bitten höflich um Beachtung und um Mitarbeit jedes einzelnen Mieters auch in Ihrem eigenen Interesse.

2. Wir dürfen Sie darauf hinweisen, dass der Keller geräumt werden soll.
Wir fordern Sie höflichst auf, alle im Flur lagernden Gegenstände in den Ihnen zugewiesenen Kellerraum zu räumen. Ferner fordern wir Sie auf, die in Ihrem Besitz befindlichen Fahrräder zu beschriften. Hierzu haben wir uns eine Wiedervorlage für den

07. Mai.2007

notiert.
Des weiteren dürfen wir Sie bitten, binnen der vorgenannten Frist mitzuteilen, welcher Kellerraum Ihrerseits genutzt bzw. angemietet wird. Bitte Kennzeichnen Sie den Kellerraum hierfür entsprechend mit Ihrem Namen, damit unsererseits ein aktueller Kellerplan gefertigt werden kann.

Für ihre Mühwaltung recht herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen..."


-> Schade, wenn man nicht mehr weiß, welche Kellerräume man an wen vermietet hat *lol*
-> Natürlich beschrifte ich mein Fahrrad, dann weiß wenigstens jeder, welches er klauen muss! ;) - Am besten schreib ich auch gleich die Adresse drauf, damit sie es nach dem Gebrauch wieder zurück bringen können ^^...
-> Wie stapelt man eigentlich zerkleinerte Kartons?
-> Und wo zum Teufel kommt das Wort "Mühwaltung" her...hab ich noch nie gehört!
-> Man soll den Keller räumen in dem man seine Sachen in den Kellerraum räumt? *g*
-> Warum sollen wir Namensschilder im Keller anbringen, wenn wir die versprochenen Wohnungstürschilder nach 4-5 Monaten immernoch nicht zu Gesicht bekommen haben?

....aber immerhin waren sie "höflich" und wir haben mal wieder herzlich gelacht! ;)

LG, Bea

P.S.: Ups, jetzt haben wir doch glatt die Frist verpasst ;)...

Sind wir eigentlich die einzigen, ordentlichen Mieter hier? *tz*...

Samstag, 10. März 2007

Wörter, die die Welt nicht braucht...

DUDEN:
Latein, das; -s
Lateiner (jmd. der Latein spricht); Lateinerin
lateinisch; lateinische Schrift, ein lateinisch-deutsches Wörterbuch; ...; Lateinisch, das -n
Lateinschrift, Lateinschule; Lateinsegel (dreieckiges Segel); Lateinunterricht
-----------------------------------------------------------------------------
In den letzten Tagen musste ich wieder einmal erfahren, die nimmersatt die Deutschen sind. Diese Eigenschaft scheint sich sogar in ihrer Sprache zu äußern...
Das der Duden manchmal Wörter aus dem "Alltagsgebrauch" übernimmt, die man als Muttersprachler in seinem ganzen Leben noch nicht einmal vernommen hat, obwohl sie nicht als "alt" gekennzeichnet sind, daran haben sich wohl alle langsam gewöhnt. Und das man nun schon Sprachwissenschaftler angagiert, die im Rahmen eines Coca-Cola-Gewinnspiels vor ein paar Jahren ein Wort neukreiren, was sich bis heute zwar im Sprachgebrauch nicht durchsetzen konnte, aber trotzdem im Duden aufgenommen wurde, dann haben wir uns wohl auch langsam schon damit abgefunden - auch wenn ich bisher noch nie gehört habe, dass jemand "sitt" ist. Für alle die es nicht wissen: "sitt" war das Pendant zu "satt" und sollte zum Ausdruck bringen, dass jemand "keinen Durste mehr hat" - weil der Deutsche zuvor nicht in der Lage war dies in nur EINEM Wort zum Ausdruck zu bringen! (In meiner neuen Version des Dudens haben sie die Peinlichkeit wohl auch schon wieder beseitigt, wie ich sehe.)

Wodrauf ich eigentlich hinaus will:
Latein - die Sprache der alten Römer.
Woher die Bezeichnung kommt? Also ich gehe davon aus, dass es eventuell mit dem Landstrich "Latium" in Italien und den darin wohnenden "Latinern" was zu tun hatte, aber anstatt das nun wasserfest nachzurecherchieren wende ich mich meinem eigentlichen Problem zu:

Als ich die Zulassung zum Latinum erhalten habe, stand dort, dass ich für die Prüfung in "Lateinisch" zugelassen bin. - LATEINISCH?! ...Ich dachte die Sprache hieße Latein?!
Ein wenig irritiert hab ich schließlich, als ich sowas immer öfter zu hören bekommen und hab nachgeschlagen:
Latein - ist das Substantiv.
lateinisch - das dazu passende Adjektiv.
Und dann gibt es ein Substantiv gebildet aus dem Adjektiv: "Lateinisch"...

Die haben sie doch nicht mehr alle, die Deutschen...

LG

Donnerstag, 8. März 2007

Ist doch alles Müll!

Das wir wohl niemals den Titel für die wohl durchdachteste und best sortierteste (Superlativ!) WG des idyllischen Städchens Koblenz erhalten werden, dass steht außer Frage. Unabhängige Tester können (possunt) das bestätigen! Doch wenn auch das Chaos manchmal Überhand nimmt und "spülen" zeitweise aus unserem Wortschatz gestrichen wird, dann kann man uns doch immernoch nicht nachsagen, dass wir es nicht wenigstens schaffen ab und an den Müll zu sortieren und mit runter zu nehmen um ihn dann - säckeweise - um die vollen grauen Tonnen herumzudrappieren (Infinitiv Präsens) oder wahlweise auch schwungvoll auf dem dank unserer Nachbarn bereits bestehenden (Gerundivum in KNG-Kongruenz zum Bezugswort) Säckeberg zu werfen (iactare)...

Soweit war die Welt noch in Ordnung - auch wenn so mancher Leser schon hier einwenden könnte, dass man die Müllsäcke doch lieber in großen Tonnen versenken sollte, doch da muss ich enttäuschen: Beim Einzug mussten wir feststellen, dass leider nur genau 2 graue Tonnen für ca. 9 Parteien vorhanden waren - vielleicht ist dies aber auch bloß eine Umweltschutzmaßnahme, sozusagen ein Wink mit dem Zaunpfahl, gefälligst nicht mehr soviel Müll zu produzieren...

Noch einmal zurück, zum alltäglichen Müllmarathon: Wir mussten uns auch nach einer Weile eingestehen, dass die anderen Mieter GELBE SÄCKE besaßen um Verpackungsmüll von Papier und Restmüll zu trennen - dagegen sahen (viderunt) unsere milchig-farblosen Säcke ja vollkommen trostlos aus und so trugen (tulerunt) wir uns mit dem Gedanken auch einmal nachzuschauen, wo man solch formschöne Säcke erstehen könnte (conjunctivus optativus)...
Und nichts leichter (facilius) als (quam) das (Demonatrativpronomen), dachten wir uns und beim nächsten Besuch der Drogeriemärkte unseres Vertrauens ließen wir die Blicke durch die Regale schweifen...und schweifen... allerdings kam uns niemals solch ein schöner (bonum) gelber Sack - sei er denn nun leer, oder voll - unter die Augen, so dass wir schließlich weiter unseren eigenen Säcken treu blieben und die Säcke in einer unbeobachteten Minute im Innenhof (forum) zurückließen - wo (quo vadis?) sie aber von unserem Hausmeister auch stehts ohne Meckern entsorgt wurden...

Und nun wohnen wir bereits 4 Monate hier - den Müllkalender hatte Nadine in unserer Auffassung, dass der Hausmeister den Müll schon an die Straße stellt, wenn es denn nötig sein würde, unseren milchigen Säcken zugeführt. Doch letzte Woche sollte die Geschichte eine ungeahnte Wendung erfahren - wir bekamen Post! Und zwar von der Hausverwaltung.

Ich erlaube mir das mal zusammen zu fassen:
Bitte hört auf das Ungeziefer im Innenhof mit Müll zu füttern!;)

Denn jede Stadt hat ja so seine Ratten - und natürlich ist es nicht so geschickt, denen dann auch noch tägliches Catering angedeihen zu lassen. Nun (nunc) sollen wir also selbst (ipsae) unseren Müll sammeln (außer Restmül - da müssen die 2 Tonnen wohl reichen!) - und ihn den Terminen des Müllkalenders folgend an den Straßenrand stellen.

Müllkalender? - Ja, sowas hatten wir mal. Dank (gratiam) sei dem Internet, sowas hat man also schnell geklärt. Doch was nun tun bezüglich der gelben Säcke? Schließlich würden die Entsorgnungsbetriebe die unseren links liegen lassen (Ist das nicht eigentlich Diskriminierung?!)- und so hab ich weiter recherchiert und schließlich habe ich auch rausgefunden, wo sie wachsen - die gelben Plastikerzeugnisse:

Beim Bürgeramt!

Ja, wer hätte das denn ahnen können?
- Der Koblenzer geht (it) also immer zum Bürgeramt, wenn er Mülltüten braucht. Das klingt plausibel. *ironisch guck* Es lebe die deutsche Bürokratie!

In diesem Sinne:
Einen schönen Abend noch...


P.S.: Die Lateinprüfung in einer Woche lässt sich nicht verleugnen!

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